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22. August 2008

Treffen mit Louis de Funés

Als wir im Frühjahr (kurz nach Ostern) in Südfrankreich auf Weinreise waren, genauer gesagt, es war in Perpignon, eine tolle Hafenstadt, gepflegte Gassen, jede Menge historische Gebäude, eine riesenhafte Burganlage mit Ziegeln gebaut, trafen wir nach unserem kulturellen Teil der Reise in einer winzig-witzigen Hafenkneipe auf,- unter vielen anderen auch, zwei typische Südfranzosen. Sie standen an der Theke, jeder hatte zwei Gläser Wein vor sich, der eine einen roten, der andere einen weissen. Jedes mal, wenn ein Glas fast leer war, stellte der dortige Wirt sofort ein neu gefülltes dazu, also hatten die beiden  niemals Angst, zu verdursten, weil ja immer noch ein volles Glas Wein daneben stand. Ich versuchte mit meinen spärlichen Englischkenntnissen, etwas durchmischt mit Maltinger Dialekt mit den beiden Kontakt aufzunehmen, soll ja schwierig sein, mit Franzosen, aber die beiden begannen sofort mit mir zu parlieren, zwar mit einer dort üblichen Dialektfassung des Französischen, aber durchaus für mich nicht verständlich. Aber ich merkte, es ging um Wein, um besondere Anbaugebiete, ich antwortete so gut ich konnte, sie verstanden zwar auch nichts, aber wir wurden gute Freunde. Südfranzosen sind nicht so, wie mir geschildert wurde, sie sind ausgesprochen nett und leutselig, wenn man sie nicht versteht, und wenn auch sie einen nicht verstehen. Aber es gibt eine andere Art von Verständnis, eine Art metaphysische, man spürt die gegenseitigen Sympathien und das passt dann auch. Irgendwann verschwand der eine, der kleinere von den beiden, kam nach ca. 10 Minuten zurück und brachte uns frische Krabben vom dortigen Fischmarkt mit. Fast bekam ich feuchte Augen vor lauter Rührung, dies ist keine leere Floskel, es war einfach schön.

Hier das Bild von den beiden, links Louis de Funés, so heißt er natürlich nicht, sieht ihm aber sehr ähnlich, rechts der weissweintrinkende Freund von Louis und in der Mitte euer BurgWirt Luk, der mit Geist & Herz.

Bis demnächst!!

PS.: Vielleicht kann ein Leser mit guten Französischkenntnissen diesen Bericht übersetzen, dann kann ihn auch mein Freund aus Südfrankreich irgendwann lesen ??

2 Kommentare zu “Treffen mit Louis de Funés”

  1. ein heimlicher Beobachter sagt:

    Lieber Burgwirt,liebe Blogleser,
    ergänzend möchte ich hinzufügen, dass eine bestimmte Droge, von der einiges konsumiert wurde, die Kommunikation wesentlich beinflusste. Nach einer gewissen Zeit hatte man den Eindruck, dass blindes verständnis vorherrschte, obwohl keiner den anderen verstand! Welch wundersame Droge das wohl war??

  2. Recht gut geschrieben, kann man darüber noch mehr erfahren?

Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier.

Restaurant Alte Burg Gmünd · +43-4732-3639 oder +43-676-9497080 · luk@alteburg.at

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