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22. Dezember 2008

I had a Dream.. (Ich hatte einen Traum..)

Malta, das Tal der stürzenden Wasser…….

Ich träumte von der endgültigen Fertigstellung des Radlweges zwischen Gmünd und Malta im Jahr 2055, und geriet mitten in die finalen Verhandlungen zwischen dem Bürgermeister, den Bauern, Vertretern vom Land (die mit den dicken Brieftaschen, – die haben sie aber nur als  Ablenkungsmanöver mit, denn,- während sie dir 100,- € mit der linken Hand geben, ziehen sie dir schon flink und gekonnt € 200,- mit der rechten Hand unbemerkt aus deiner Brieftasche. Sie erhalten ja auch diesbezüglich eine mehrwöchige Ausbildung in der Bronx, sonst wären sie für das Amt ungeeignet.

Also der Bürgermeister eröffnete geschmeidig die Verhandlung,- Jo, des Bauern, – hiaz moch ma amol Nägel mit Köpf, gell, tuat´s schön unterschreib´n do, jo genau do, nocha hätt´ ma´s logsom. Die Vertreter des Landes nickten wohlwollend mit ihren Köpfen und liessen die dicken Brieftaschen gekonnt klimpern. Gleichwohl zückten sie mit der Hand drohend einen Enteignungsverfahrensbelegsvordruck, um den Wünschen des Bürgermeisters etwas Nachdruck zu verleihen. Aber da kamen sie bei den Bauern grad wieder recht, Bauer A fing sofort an, seine neue, – im Second Hand Laden erworbene Sense zu bewegen,- und schrie: deine Wische konnst da sunst wo hinschiab´n, wonn du de nit sofurt einstecktst, kriagst a Faustwatsch´n, dos es lei so donnart, göll!  

Der Bürgermeister schaute entgeistert zu dem Bauern, der eben noch so friedlich dastand und nun mit geschwollenen Adern und Muskeln vibrierend, in eine bedrohlich geduckte Haltung, sozusagen sprungbereit, überging.

Und wos is heatz mit´n Wossa fia die Viecha, ha? schreit der Bauer B. 

Der Wasserrechtsbeamte hob seinen Kopf, nun war er dran, er setzte seinen besten Beamtenblick auf und hub an zu dozieren: Ja, meine Herren Bauern, das wäre dann ganz einfach, wenn das Vieh nicht zum Wasser kommt, dann muss halt das Wasser zum Vieh kommen. 

Wir machen eine Abzweigung vom Bach in eure Felder, mit einer netten, hübschen Brücke darüber, für die Radelfahrer, leicht gewölbt, selbstverständlich nach den neuesten Sicherungsvorschriften gebaut, in Eiche natur, auf Wunsch auch Tanne gedämpft. 

Das werden wir dann individuell mit euch Bauern vor Ort aushandeln, ich geb euch schon mal einen Prospekt mit den neuesten Brückenmodellen zum Anschau´n daham mit Euren Frauen.. 

Der Bürgermeister staunte über diesen geschickten Schachzug des Wasserbeamten, haben die Bauern doch vor lauter Prospektschau´n  und streiten über die Farbe des Geländers etc.. vergessen, warum sie eigentlich da waren.

Und was ist mit di Fisch, warf der Fischereiaufsichtsbeamte wichtig ein, -wenn sich meine, von mir beaufsichtigten Forellen dann in diese Abzweigungen verirren tun , und die Rindviecher dann eine verschlucken, wer zahlt mir das dann?? wurde er langsam lauter und renitenter.

Der Bürgermeister, noch immer die Ruhe selbst -(der Traum spielt ja im Jahr 2055,-  da ist schon ein anderer Bürgermeister, kann ich aber in meinem Traum  nur schemenhaft erkennen, kann Euch somit nicht sagen, wer es werden wird), also der Bürgermeister antwortete dem Fischereibeauftragten: Da kriag´n  die Viecha an Eiweißschock und du muasst froh sein, dos dich die Bauern nit vaklog´n. Das sollte eigentlich ein Scherz sein, aber der Fischereibeaftragte erkannte das nicht sogleich, und rang Luft schnappend, nach Widerworten, aber der Bürgermeister wandte sich schon von ihm ab und den Bauern zu.

So, Buam, des homma geklärt, wia gsog, noch do untaschreib´n, donn hommas.

Die Bauern taten wie geheißen, immer noch mit einem Auge in die neuen Brückenprospekte schauend. Wichtiger war ihnen nun, das jeder von ihnen die schönste Brücke wollte, und zogen frohgemut nach Hause. 

Am nächsten Tag rollten schon die Baumaschinen an, der Bürgermeister übte schon das Durchschneiden des Eröffnungbandes des neuen Radlweges und von Nun an herrschte wieder Frieden im Land zwischen Lieser und Malta.

Bis demnächst,

Luk

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