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9. Mai 2010

Es grünt so grün…..

Das „grüne“ Wort zum Sonntag, – oder einfach zum nachdenken…

nach einer Anregung von Wolfgang Neuss (Heut´ mach´ ich mir kein Abendbrot, – heut´ mach´ ich mir Gedanken)

Vor langer langer Zeit spielte ich mit dem Gedanken mich den Grünen anzuschliessen. Da traf es sich, das in Klagenfurt eine Gründungsveranstaltung war mit einem gewissen Herrn Tollmann. Toll,-  Mann,-  dachte ich, da gehe ich hin. Hab meine damals noch sehr junge Frau (auch ich war damals noch sehr jung!) ins Auto gepackt und fuhr los gen Klagenfurt.

Herr Tollmann hielt einen Vortrag, – nach diesem Vortrag, – es war Spätherbst, – dachte ich, im Frühjahr wächst bestimmt kein Gras mehr, kein Baum wird je wieder Wurzeln schlagen und das Wasser kann man sowieso nie wieder trinken. Ausserdem schwirrte ein älterer Herr durch die Reihen der  gespannt zuhörenden, – verteilte „Propagandamaterial“,- Propagandamaterial sage ich deswegen, weil sich später herausstellte, dieser etwas ältere Herr war auch schon bei den Nazis sehr rührig gewesen.

Auf alle Fälle entschloss ich mich nach dieser sonderbaren Gründungsveranstaltung doch nicht den Grünen beizutreten.

Aber dies ist Vergangenheit und wie ich immer wieder im Frühjahr bemerke, – das Gras schiesst aus der Erde, – die Bäume schlagen aus, – Wasser kann man immer noch trinken, mit Einschränkungen, dies liegt aber nicht an der Natur, sondern an uns „hochintelligenten“ Wesen.

Da denke ich immer, – die Natur hat soviel Kraft, – soviel Energie, da können wir Menschen nur staunen. Die Natur braucht uns nicht, – das wissen eh alle, der Mensch braucht die Natur, – auch das wisse eh alle.

Und weiters denke ich, die Natur ist wesentlich intelligenter und stärker als wir, – obwohl wir ein so genanntes Gehirn haben, aber manchmal denke ich auch, dies ist kein Gehirn, – sondern eine Art Tumor, der nur sehr langsam wächst. Hat sich ja in den letzten hunderttausend Jahren kontinuierlich vergrößert. Beängstigend, – weil „intelligenter“ sind wir dadurch nicht geworden. Anstatt uns ab und zu ein Mammut zu schnappen, schnappen wir über, bauen Atomkraftwerke, die nur maximal 1 Prozent der Menschen verstehen, giessen Öl ins Meer, – mehr Blödsinn kann man ja nicht machen, aber mit einem Tumor anstelle eines echten Gehirns im Kopf kann man auch nicht mehr erwarten.

So sitze ich manchmal im Garten oder auf dem Berg auf einem Stein und zieh´ mir rein, – wie kraftvoll die Natur mich umwogt.                                         Manchmal hab´ ich das Gefühl, – oh´ Graus – sie lacht mich aus.                                                                                                                                                                           Da nehm´ ich dann die Mischmaschine, mache Beton und fange an, – sie aus  purer Verzweiflung zu verbauen, – nur um zu schauen, – was sie nun macht. Und über Nacht hat sie den Beton, – ich kenn´ das schon, – mit Grünzeugs überdeckt, – ob sie mich neckt?

Da sehe ich ein grünes Erdenloch

und überlege, – soll ich nicht oder soll ich doch

so hausen wieder wie im Tertiär

ob dieses Hausen dann viel schöner wär`?

Nagen am Riesenmammutknochen, -

dies dauert ja bekanntlich Wochen, -

doch Zeit hätt´ ich ja im Überfluss, -

schad´, – das ich nun zur Arbeit muss!

Denn das Handy plärrt, – man glaubt es kaum

und reisst mich aus meinem grünen Traum.

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Bis demnächst,- Luk.

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