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10. Juli 2013

Burgspielplatz für Gross & Klein??

Jetzt, – da der neue Burgspielplatz gerade eröffnet wurde, – die Wiener Philharmoniker hatten ihre Instrumente noch nicht weggepackt, – da erschien, – wie aus dem nichts,- eine agrarblaugekleidete Gestalt aus dem sich gerade verziehenden Kunstnebel.

Diese Gestalt,- den Umrissen nach sehr kräftig gebaut,- einem der sagenhaften,- aber noch niemals gesichteten UrMaltatalers nicht ganz unähnlich,- näherte sich langsam,- aber zielsicher dem Spielgerät,- versuchte den daran angebrachten Texthinweis zu entziffern,- was ihm aber angesichts seiner wahrscheinlich ungezählten Jahre auf dem Buckel und der damals sehr hart angelernten Keilschrift,- nicht gelang.

Irgendwo in meinem hintersten Unterbewusstseinskammerl dämmerte es mir synapsen- und schaumgebremst,- den Kerl kenne ich doch von irgendwo her?

Ja natürlich,- das ist doch der legendäre Biobauer Petutschnig aus dem hintersten Maltatale,-  dem Ortsteil Schlatzing,- da wo der Fuchs der Henne noch immer mangels geeigneter Füchsinnen hinterher steigt,- und das immer noch ohne Erfolg.

Der Petutschnig musterte mit hellwachem scharfen Gesichtsausdruck das Spielgerät noch einmal von allen Seiten,- vergewisserte sich schnuppernd,- ob wohl kein Artgenossen in der Nähe zu sehen war,-  und, – er stieg auf….Ich ging zu ihm hin,- tippte auf meine Stirn und fragte ihn,- ob er denn nicht lesen könne? Da steht doch: “nur für Kinder bis 12 Jahre”!. Er sah mich verständnislos und mit unsäglich traurigen Augen an und murmelte etwas wie: “i bin jo erst elfe Jahre”. Da lies ich mich erweichen und ihn auf die Schaukel. Geh auf die Schaukel Luise…..

Er schaukelte hin,- er schaukelte her,- er sah die Sonne,- er sah den Himmel,- kurz dachte er daran,-  einfach los zulassen und eine Weile durch die Lüfte zu schweben, – aber da er gleichzeitig an die daran unweigerlich folgende harte Landung dachte,- liess er doch nicht los,-  sondern umklammerte fest die zarten Kettenglieder der Kinderschaukel.

Anschliessend musste er unbedingt seinem dringenden Bedürfnis nach der Rutsche nachgeben. Er versuchte in mehren Anläufen die steile Stiege zur Rutsche zu erklimmen und zwängte sich dann elegant und schwungvoll in die enge Röhre. Mit einem Lustschrei auf den Lippen stiess er sich ab und rutschte laut jodelnd hinab in die Untiefe des sich immerhin in 180 cm Fallhöhe befindenden Burgbichlbodens.

Ja,- man sieht,- der Burgspielplatz ist angekommen,- bei jung und auch bei zwangsjunggebliebenen….

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