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4. November 2013

Cliffhanger Ula testet Maltinger Klettersteig…

Wenns einem Esel oder einer Kuh langweilig wird,- begeben sie sich aufs Glatteis. Ula überlegte sich an ihrem freien Tag,- “was könnte man denn da unternehmen,- kenne ja schon fast alles hier im Tal,- Bungee-Jumping von der Maltataler Staumauer? Schon vor Jahren erledigt”!  Und da hatte sie die Königsidee. Klettern auf dem berüchtigten Klettersteig hinten am Fallbach,- den Wasserfall entlang hinauf in luftige,- von feinen Wasserstäuben begleitende Höhen.

Gedacht,-getan. Sie suchte ihre Kletterutensilien zusammen,- trommelte ihre Kinder und mich aus den Betten und forderte auch sie (uns) auf,- sie in ihrem “Kletterwahnsinnstaumel” zu begleiten. Anfänglich warnende Stimmen der bereits klettererfahrenen Youngsters  schob sie auf ihre schwäbische Art bedenkenlos zur Seite und man fuhr los,- zum Wasserfall im Tal der stürzenden Wasser (und Kletterer).

Ich persönlich bevorzugte den “Seniorensteig” hinauf zur Kanzel,- zu der mich auch unser Hund Ceryl begleitete. Dieser Steig erinnert mich permanent an die Alte Burg mit ihren vielen Stufen hinauf zum Turm,- nur hier waren es wesentlich mehr Steinstufen bis hinauf zur Kanzel mit dem grandiosen Blick auf den prächtigen Wasserfall. Und da warteten wir (der Hund und ich) gespannt auf das, was da kommen musste,- in Form von tollkühnen Kletterinnen (Ula, Anika und Luzi) und den Kletterer Moritz.

Hier der schönste Wasserfall der Welt,- sagen alle Maltinger….

hier der Blick in Richtung Hochalmspitze…

und hier der Blick von der Kanzel,- welche ich mittels Seniorensteig erklommen hatte hinunter zum Anfang der Klettertortur- welcher sich Ula und die Kinder verschrieben hatten…

und da kam er schon,- der erste der verwegenen,- Moritz. Als jüngstes Familienmitglied spielte er sich natürlich mit der Wand und mit seinen Muskeln und kletterte in Rekordzeit herauf.

Geschafft,- die sichere Kanzel wäre erreicht,- nun eine kurze Pause bis zum letzten Aufstieg in die Wand,- vorbei an blutenden Edelweissen und ausgerissenen Enzianwurzeln…

Kurze zeit später das zweitjüngste Kind,-Luzi. Auch sie kletterte behende wie ein Oachkatzl die steile Wand herauf….

kurz an der Brüstung festhaltend und leicht verschnaufend schwingt sie sich über die Kanzelwand auf sichern Boden…

der Hund Ceryl begrüsst sein Frauchen schwanzwedelnd und gratulierte ihr zur gelungenen Performance.

Moritz checkt derweil seine E-Mails oder sonstigen Dateien und harrte dem Rest der Familie.

und da,- nach langem bangen Warten tat sich wieder etwas in der Wand. Da kam etwas ganz grosses herauf. Sich vorsichtig an den Wandvorsprüngen festhaltend, klammernd an Seile und Haken, doch zielstrebig und vor Ehrgeiz fast schon platzend kam “Cliffhanger” Ula die steile Wand hoch,- tief unter ihr die Klamm. Und die Klamm gibt keinen mehr her,- sagen die Leut`!

noch ein paar letzte Sicherungsmassnahmen und schon war die rettende sichere Kanzel erreicht.

mit einem glücklichen Lächeln im vorher noch angstverzerrten Gesicht stand sie triumphierend vor mir. “Na wos sogt´s hiaz Luk,ha???” Natürlich sagte ich wie immer fast nichts, schlafende Schwäbinnen soll man ja nicht reizen, und gratulierte ihr recht herzlich,- aber verhalten.

Auch Anika kam kurz danach ins “Ziel”. Sie hatte den undankbaren Platz am Ende der “Seilschaft”,- musste Ula immer wieder überreden weiter zuklettern, – nicht aufzugeben ,- notfalls musste sie schieben und schimpfen,- aber mit all ihrer Überredungskunst schaffte sie es,- Ula an´s hochgesteckt Ziel zu bringen. Die vielen schwäbischen Flüche,- die bis dahin hinunter ins beschauliche Tal schollen,- seien hier aus Jugendschutzgründen unerwähnt. Dos Herrgottle (schwäbische Version vom HerrGott) wird´s verzeihen.

auch sie schwang sich mit einem überglücklichen Lächeln über die Kanzelwand…

und schwor sich,- nie wieder. (Wer´s glaubt??)

Moritz versuchte derweil seine restliche Seilschaft zum Finale zu überreden,- aber da kam nichts mehr. Ausgepowert und abgekämpft saß man in der “Rettungskapsel” und liess den Wasserfall rauschen.

So machte er sich kurzerhand über die Kanzelwand hinunter in die Seilbrücke,- überquerte die luftige Stelle hin zur steilen Wand und entschwand behende kletternd hinauf in Richtung Mündung des Wasserfalles. Wir anderen bevorzugten den anfangs von mir erwähnten “Seniorensteig” mit seinen vielen schönen Steinstufen und erwarteten ihn dann oben am Ziel

Tags darauf mussten wir zu unserem Entsetzen lesen,-der Klettersteig war gesperrt worden. Kurz dachte ich,- Ula hat ihn kaputt gemacht,- aber das wäre ja gelacht!!

Gratuliere noch einmal nachträglich zu der grossartigen Leistung der besten Köchin und Ehefrau der Welt,- denn dieser Klettersteig am Fallbach  ist nämlich einer der schwierigsten Österreichs. (Die Eiger Nordwand soll sich schon einmal warm anziehen…)

Ein Kommentar zu “Cliffhanger Ula testet Maltinger Klettersteig…”

  1. Gerhild Mössler sagt:

    Liebe Ula samt Familie !
    Herzlichen Glückwunsch zu dieser grandiosen Leistung!
    Danke Luk, für die spannende Reportage !
    lieben Gruß Gerhild

Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier.

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