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Burg-Historie

Bauforscher haben im Jahr 2011 neuere Erkenntnisse über Gmünd und die Alte Burg erarbeitet. Eine “neue Burghistorie” ist in Arbeit und wird hier,- sobald sie fertig ist,- veröffnentlicht. Bis dahin gilt halt noch die “althergebrachte Geschichte” wie folgt. (Im Anschluss die Geschichte der skurilen geteilten Kirche von Gmünd!)

Das Liesertal (mit keltischer Urbevölkerung) tritt dem Großstaat Römisches Reich bei; Römerstein-Funde (auch im späteren “Gmünd” geben Zeugnis von dieser Zeit. Es folgen 400 Jahre ununterbrochenen Friedens.

1252 n. Chr.

Wahrscheinliche Entstehung der Burg auf einer Bodenwelle nordwestlich der Stadt.

1292

Die alte Burg (castrum) wird urkundlich zum ersten Mal genannt. Auch Gmünd wird in diesem Jahr erstmals als “civitas” (Stadt) bezeichnet. Die Stadtmauer wird erneuert; die Bürger haben Geld dafür gesammelt.

1346

Gmünd erhält das Stadtrecht; die Burg wird erweitert und zeitgemäß ausgebaut – zum militärischen Stützpunkt und zum Schutz der Bevölkerung.

1480

Nach “tüerkischer Brandfackel” und “krummem Säbel”, Heuschreckenplage und Bauernaufstand beginnen die Ungarn eine siebenjährige Belagerung der Stadt und der Burg.

1487

Den Ungarn gelingt unter Einsatz schwerer Geschütze der Durchbruch: die Stadtmauer fällt, die Burg wird zerstört.

1502

Die zweite Bau-Epoche beginnt (bis 1506) unter dem Salzburger Erzbischof Leonhard von Keutschach.

1525

Belagerung durch aufständische salzburgische Bauern und Bergknappen; die Burg hält stand.

1607

Beginn der dritten Bau-Epoche; Rudolf Graf von Raitenau lässt den Westtrakt errichten.

1690

Ein heftiges Erdbeben zerstört Gmünd; auch die Burg wird davon betroffen – eine Ecke stürzt ein.

1886

Ein Großfeuer vernichtet die ausgedehnte Schlossanlage; die Burg verfällt.

seit 1950

Die Stadtgemeinde kauft Gelände und Ruine auf. Es bildet sich eine engagierte Bürgerinitiative, die sich dafür einsetzt, daß der Zerfall der “Alten Burg” aufgehalten wird. Die ersten Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Lesungen) finden statt. Künstler treffen sich hier zu Seminaren, stellen ihre Werke aus. Der Turm wird zum “Aussichtsturm”.

Mai 1992

Das “Burg-Restaurant” wird eröffnet.

Die Geschichte der geteilten Kirche:

Die geteilte Kirche in Gmünd

Eine auf der Welt einmalige Kuriosität bietet das mittelalterliche Städtchen Gmünd im Kärntner Oberland: eine zweigeteilte Kirche, durch die eine befahrbare Straße führt! Auf der einen Seite der Straße ist der Altarraum, von dem aus der Pfarrer auf die andere Seite der Straße in den Raum der Gläubigen predigt, die dort in zwei Stockwerken sitzen. Beide Teile sind mit Holzschindeln überdacht und nach der Straße hin offen, damit die Gläubigen den Pfarrer auch sehen und hören können. Wenn allerdings während des Gottesgebetes ein Traktor oder ein Auto durch die Kirche fährt, muss der Pfarrer kurz unterbrechen. 

Die zweigeteilte Kirche liegt nahe der Stadt Gmünd, an der ehemaligen Römerstraße, die über den Katschberg und die Tauern nach Salzburg führt, und verdankt ihren Ursprung einem „Wegekreuz” aus dem 15.Jhdt., welches 1588 zu einer Kapelle vergrößert wurde. Sie trug den Namen „Kreuz am Bichl”, daher der heutige Name „Kreuzbichlkirche”. 

 Der Raum der Gläubigen dürfte erst später errichtet worden sein, um ihnen einen Schutz vor Wetter zu gewähren. Auch dürfte zu diesem Zeitpunkt die Kirche renoviert und mit einer lateinischen Inschrift versehen worden sein. Sie lautet in der Übersetzung „durch sein Blut sind wir gerechtfertigt worden”. Aufgrund der Chronographie ergeben die Buchstaben die Jahreszahl 1784. Die Kirche hat ein kleines Türmchen, an dem noch immer ein Glöckchen hängt, das bei Messen auch geläutet wird. 

 Messen werden nicht mehr allzu oft gehalten, doch während der Bitttage finden Prozessionen dorthin statt, wo dann auch eine Messe gelesen wird. Heute führt die Katschberg-Bundesstraße neben der Kirche vorbei, dennoch ist die Straße durch die Kirche noch existent und Fahrzeuge können immer noch durchfahren. Warum die Kirche so erbaut wurde, ist leider nicht bekannt. Angenommen wird jedoch manches, was aber nicht belegt werden kann. So wäre es möglich, dass Deliquenten am Weg zum „Galgenbichl”, der ehemaligen Richterstätte Gmünds dort innehielten, um ihre Gebete zu verrichten. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Kaufleute, die mit ihrer Ware heil über die Berge, vorbei an Raubritterburgen kamen, ihren Dank an dieser Stätte in Form von Gebeten aussprachen. 

Die aktuellen Öffnungszeiten finden Sie hier.

Restaurant Alte Burg Gmünd · +43-4732-3639 oder +43-676-9497080 · luk@alteburg.at

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